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Geschich­te unse­rer Schule

In ihrer fast 100jährigen Geschich­te hat unse­re Schu­le Fusio­nen, Stand­ort­wech­sel und Schul­art­wech­sel erlebt. So zeigt das Bild links das alte Schul­ge­bäu­de am Neu­en Ufer, in dem die Hed­wig-Dohm-Ober­schu­le ab 1953 unter­ge­bracht war.

Ent­ste­hung unse­rer Schule

Im Jah­re 1919 wur­den in Ber­lin pri­va­te Schu­len in städ­ti­sche Schu­len umge­wan­delt. Dazu gehör­te auch die Richter´sche höhe­re Mäd­chen­schu­le in Moa­bit, die im Okto­ber 1919 unter der Bezeich­nung 4. Mäd­chen-Mit­tel­schu­le zu einer städ­ti­schen Schu­le wur­de. Deut­lich spä­ter erhielt sie den Namen, den sie heu­te noch trägt, HEDWIG-DOHM-OBERSCHULE.

Heu­te befin­det sich die Hed­wig-Dohm-Ober­schu­le, die ältes­te Moa­bi­ter Schu­le, am Stephanplatz.

Fusi­on mit der Fontane-Oberschule

Auf Beschluss des Bezir­kes fusio­nier­te im Jahr 2003 die Fon­ta­ne-Ober­schu­le mit der Hed­wig-Dohm-Ober­schu­le. So kamen Schü­ler, Lehr­kräf­te sowie Mobi­li­ar aus der Zwing­li­stra­ße zum Neu­en Ufer. Hier am Stand­ort der Hed­wig-Dohm-Ober­schu­le war inzwi­schen durch Auf­lö­sung der Richard-Schrö­ter-Grund­schu­le der Ost­flü­gel des Gebäu­des auch Teil der Hed­wig-Dohm-Ober­schu­le geworden.

Umzug an den Stephanplatz

Die Hed­wig-Dohm-Ober­schu­le tausch­te auf Beschluss des Bezir­kes im Som­mer des Jah­res 2009 mit der Hein­rich-von-Ste­phan-Ober­schu­le das Gebäu­de. Die Anschrift ab 01. August 2009 lau­te­te damit 10559 Ber­lin – Ste­phan­stra­ße 27.

Ein­glie­de­rung der Breitscheidt-Oberschule

Auf Beschluss des Bezir­kes wur­de die Breit­scheid-Ober­schu­le zum Ende des Schul­jah­res 2009/2010 geschlos­sen. Die noch vor­han­de­nen Haup­schul­klas­sen zie­hen mit Ihren Lehr­kräf­ten in die Ste­phan­stra­ße 27 um und wer­den hier in der Inte­grier­ten Sekun­dar­schu­le weitergeführt.

Unser heu­ti­ges Schulgebäude

Der Alt­bau, der den Krieg rela­tiv unbe­scha­det über­stand, war eines der letz­ten Gebäu­de von Her­mann Blan­ken­stein und wur­de zwi­schen 1892 und 1894 erbaut. Noch heu­te inte­griert es sich naht­los in die Bebau­ung des Alt­bau­vier­tels. Typisch für Ber­lin ist die rela­tiv schma­le Stra­ßen­front, hin­ter der sich ein groß­zü­gi­ges Schul­ge­län­de ver­birgt. Heu­te befin­det sich neben einem Haus­meis­ter­bau an der Quit­zow­stra­ße mit Turn­hal­le und einem Neu­bau noch eine Remi­se auf dem Gelän­de. Ursprüng­lich gehör­te ein Leh­rer­wohn­haus an der Quit­zow­stra­ße eben­falls direkt zum Gebäudeensemble.

Namens­ge­be­rin der Schule

Hed­wig Dohm ist eine der klügs­ten und wit­zigs­ten Frau­en­recht­le­rin­nen der letz­ten 100 Jah­re. Ihre For­de­run­gen zur Frau­en­eman­zi­pa­ti­on sind zum Teil noch heu­te nicht ver­wirk­licht. Ver­blüf­fend hell­sich­tig und humor­voll sind ihre ideo­lo­gie­kri­ti­schen Ana­ly­sen von Wer­ken zeit­ge­nös­si­scher patri­ar­cha­li­scher Den­ker, wun­der­voll respekt­los ent­larvt sie deren dümm­li­che Macht­an­sprü­che und Unterdrückungstheorien.

Deut­sche Schrift­stel­le­rin und femi­nis­ti­sche Theoretikerin

Dohm war eine sehr moder­ne Den­ke­rin. Sie sah, dass der so genann­te weib­li­che Sozi­al­cha­rak­ter auf erzie­hungs­be­ding­te Ein­flüs­se zurück­zu­füh­ren und nicht bio­lo­gi­schen Ursprungs ist. Sie for­der­te glei­che Bil­dung und Aus­bil­dung für bei­de Geschlech­ter und kämpf­te für Frau­en­stu­di­um und Frau­en­wahl­recht. Haus­ar­beit und Kin­der­er­zie­hung könn­ten von Insti­tu­tio­nen über­nom­men wer­den, um auch der Frau die Mög­lich­keit zu geben, ihrem Beruf nach­zu­ge­hen. Dohm war mit ihren For­de­run­gen nach glei­chen Rech­ten für Frau­en und Män­ner auf allen Gebie­ten ein­schließ­lich des Stimm­rechts ihrer Zeit weit voraus.

Quel­le: FemBio